MRSA-Info
Kampf gegen Krankenhauserreger
BMBF fördert Aufbau einer klinischen Forschergruppe in Jena / Schavan: "Klinisch-infektiologische Forschung muss an Krankenhäusern verankert werden, damit Infektionskrankheiten auch in Zukunft heilbar bleiben."
Landesweite Verordnung für Hygiene tritt in Kraft
Immer wieder erkranken Patienten ernsthaft an im Krankenhaus erworbenen Infektionen. Um diese Gefährdung zu reduzieren, werden mit der am 31. März 2012 in Kraft tretenden Hygieneverordnung in Sachsen-Anhalt wirksame und nachhaltige Maßnahmen verbindlich.
Emanzipation: Ministerin Steffens lobt Gesundheitspreis 2012 aus - Kampf den Krankenhauskeimen
Mit neuen praxistauglichen Konzepten zur Vermeidung von Infektionen im Krankenhaus können sich Institutionen, Initiativen, Verbände und Fachleute aus Nordrhein-Westfalen ab heute (27. März 2012) am Wettbewerb um den diesjährigen "Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen" beteiligen. "Hygiene ist eine elementare Voraussetzung für jede medizinische Versorgung", erklärt Gesundheitsministerin Barbara Steffens. "Doch manchmal geht auch im Krankenhausalltag die Einhaltung einfachster Hygieneregeln unter. Mit dem Gesundheitspreis 2012 unter dem Motto "Prävention nosokomialer Infektionen" wollen wir einfache und wirksame Ideen beispielhaft auszeichnen, durch die die Vorbeugung vor Infektionen verbessert und die Ausbreitung von multiresistenten Erregern verhindert werden können", so Steffens weiter.
Hamburgische Verordnung über Hygiene und Infektionsprävention beschlossen
Hamburg - Der Senat hat heute die Hamburgische Verordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen beschlossen. Durch die Verordnung werden Maßnahmen zur Verhütung, Erkennung, Erfassung und Bekämpfung von nosokomialen Infektionen, d.h. Infektionen, die in Zusammenhang mit medizinischen Behandlungen erworben wurden, und Krankheitserregern mit Resistenzen geregelt. Die Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt, die in den nächsten Tagen erfolgen wird, in Kraft.
Ärzte ohne Grenzen: Multiresistente Tuberkulose breitet sich rasant aus - schnelles Eingreifen gefordert
Berlin, 20. März 2012. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen fordert ein koordiniertes internationales Vorgehen zur Bekämpfung von Formen der Tuberkulose, gegen die herkömmliche Medikamente unwirksam sind. Die Organisation ruft Regierungen, internationale Organisationen und Pharmaunternehmen nachdrücklich auf, mehr Geld zur Behandlung der multiresistenten Tuberkulose (MDR-TB) zur Verfügung zu stellen und wirksame und bezahlbare Medikamente sowie Tests zu entwickeln. Alarmierende Daten aus den Projekten der Organisation zeigen, dass entsprechende Bakterienstämme viel weiter verbreitet sind als bisher angenommen.
Hohenstein Forscher veröffentlichen Studie über ein vielseitiges Keim-Übertragungsmodell - Die Methode erlaubt auch eine Einschätzung von Infektionsrisiken durch Textilien im Gesundheitssystem
BÖNNIGHEIM (ag/dh) Infektionskrankheiten sind weltweit verbreitet und haben erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen. Auch deutsche Versicherer sehen in kommenden Pandemien das größte Risiko für unsere Gesellschaft (Ärzte Zeitung, Januar 2012). Die mit Abstand häufigsten Infektionserkrankungen sind Magen-Darm-Infektionen: Ob die alljährlich wiederkehrende Norovirus-Welle oder die EHECEpidemie im Jahre 2011, fast jeder Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens ein- oder mehrmals an einem Magen-Darm-Infekt.
Dreyer: Stellenwert der Hygiene in medizinischen Einrichtungen wird gestärkt
Mainz - Das Land will die Hygiene in medizinischen Einrichtungen weiter verbessern. Der rheinland-pfälzische Ministerrat beschloss dazu heute eine Hygieneverordnung, die vom Gesundheitsministerium erarbeitet worden ist und in Kürze in Kraft tritt, wie Gesundheitsministerin Malu Dreyer heute in Mainz mitteilte. Angesichts steigender Zahlen von während einer medizinischen Behandlung erworbenen, so genannten nosokomialen Infektionen sei es notwendig, die bestehenden Empfehlungen beispielsweise des Robert Koch-Institutes (RKI) verbindlich zu machen, sagte die Ministerin. Grundlage ist die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes, mit der die Bundesregierung die Länder ermächtigt und verpflichtet, Rechtsverordnungen zur Hygiene zu erlassen. Die Länder hatten beim Bund auf diese einheitliche Rechtsgrundlage gedrängt. In Deutschland erkranken jährlich bis zu 600.000 Patientinnen und Patienten an Krankenhausinfektionen, bis zu 15.000 Erkrankte sterben daran.
Remmel: „Wir brauchen klare Reduktionsziele für den Antibiotika-Einsatz in der Tiermast“ - NRW kündigt Studien über den Antibiotika-Einsatz bei Puten und Schweinen an
Die NRW-Landesregierung hat erneut politische Konsequenzen aus dem massiven Einsatz von Antibiotika in der Tiermast gefordert. „Wir haben ein massives Antibiotika-Problem in Großmastanlagen“, sagte der nordrhein-westfälische Verbraucherschutz- und Agrarminister Johannes Remmel zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin. Dies sei nicht nur das Ergebnis der bundesweit ersten Studie zum Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast, die NRW im November präsentiert hat.

