Felke-Sitzbad





Besonders wichtig ist das kühle, kalte kurze Sitzbad. Es erzeugt eine Spannungsüberblutung - "aktive Hyperämie" - der äußeren Hautmuskelzone und leitet so von Kopf, Gliedmaßen, Innenorganen nach außen ab. Seine wesentliche Verstärkung bedeutet das Reibesitzbad, wie es Felke gelehrt. Jeder kann es nach ärztlicher Verordnung auch zu Hause nehmen:

Ein Waschzuber oder eine Wanne werden handhoch mit kühlem Wasser gefüllt (im Anfang 15-20 °c). Man sitzt mit Gesäß und Füßen darin, doch darf das Wasser nicht die Nierenhöhe erreichen.
Jetzt schöpft man mit beiden Händen das Wasser zwischen den gespreizten Knien und wirft es mit leichtem Schlag an Bauch und Lende. Hierbei mit kräftigem Massagestrich das Wasser am Bauch schräg nach unten reiben. Dann wiederholt sich diese Reibemassage von neuem.
Anfangs führt man etwa 100 Schläge aus, später 200 in 3-5 Minuten.
In diesem Reibesitzbad darf man sich nie kalt fühlen! Sonst heraus aus dem Bad! Die kräftige Arbeit der Reibemassage bringt einen meist schnell in Dampf.

Während des Bades spürt man eine deutliche Ableitung von Kopf nach dem Unterleib zu: der Nacken wird zuerst warm, ja heiß, die Hitze zieht über Rücken und Brust abwärts, meist entweichen auf die Bauch-Darmmassage hin starke Winde, häufig tritt gleich Stuhlentleerung ein.

Nach Beendigung der 100-200 Reibeschläge, Massagestriche, streckt man die Beine lang unters Wassers, wirft mit den Händen das Wasser über Schulter und Brust und geht zuletzt mit dem Rücken in die Wanne. Danach ist eine vollständige Selbstmassage in der Luft, ein Dauerlauf und/oder andere körperliche Übungen empfohlen.

Nach einem solchen Felkebad fühlt man sich wie neugeboren.

Ein abendliches Felkebad sollte spätestens um 17.30 Uhr beendet sein, sonst wirkt es oft schlafstörend.
 



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