Mollin





Für die Herstellung von Mollin (Salbenseife) n. Dieterich, benötigt man unter anderem Schweineschmalz. Durch Zugabe von verschiedenen Wirkstoffen, werden hier 20 verschiedene Salben vorgestellt. Die Salbe kann auch in "fest" hergestellt werden.

Grundrezept

Schweineschmalz 500,0 wird geschmolzen und mit
Kalilauge (sp. Gew. 1,180) 300,0 1/2 Stunde lang verrührt, dann setzt man
Spiritus 50,0 hinzu, bedeckt das Gefäss gut und stellt
es bei einer Temperatur von 50-60° 12 Stunden bei Seite. Nach dieser Zeit ist die Verseifung vollendet und werden jetzt noch Glycerin 175,0 hinzugerührt. Die Ausbeute wird ungefähr 1000,0 betragen.

Die Seife enthält ca. 12% unverseiftes Fett und eignet sich, ihrer völligen Neutralität wegen, vorzüglich zur Herstellung weicher medizinischer Seifen.

Dieterich giebt für derartige Mischungen folgende Zahlen in Prozenten an:

Zu Arnikaseife, Arnikatinktur 10 %
Zu Perubalsamseife, Perubalsam 10 %
Zu Kampherseife, Kampher 5 %
Zu Kreolinseife, Kreolin 10 %
Zu Ichthyolseife, Ichthyol 10 %
Zu Jodoformseife, Jodoform 10 %
Zu Jodolseife, Jodol 10 %
Zu Kreosotseife, Kreosot 10 %
Zu Jodkaliseife, Jodkalium 5-10 %
Zu Jod-Brom-Schwefelseife, Jodkalium 5 %
Zu Jod-Brom-Schwefelseife, Bromkalium 2 %
Zu Jod-Brom-Schwefelseife, Schwefel, gefällter 5 %
Zu Naphtolseife, Naphthol 1 %
Zu Theerseife, Holztheer 10 %
Zu Theer-Schwefelseife, Holztheer 10 %
Zu Theer-Schwefelseife, Schwefel; gefällter 5 %
Zu Salolseife, Salol 5 %
Zu Storaxseife, Storax, gereinigt 20 %
Zu Schwefelseife, Schwefel, gefällter 10 %
Zu Thymolseife, Thymol 10%

Legt man diese Verhältnisszahlen zu Grunde, so kann man selbstverständlich dieselben Seifen in fester Form herstellen, wenn man statt des Mollins eine zentrifugirte, also völlig laugenfreie Seife anwendet, der man beim Schmelzen, wie schon früher erwähnt, etwas Wasser zufügt.

Diese festen Seifen haben vor den weichen den Vorzug der längeren Haltbarkeit, dagegen den Nachtheil, dass ihre Einwirkung auf die Haut nicht so intensiv ist, wie bei den weichen, da diese sich gleich einer Salbe auf die Haut einreiben lassen.

 



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