Schafgarbensaft





Die an Bitterstoff reiche Schafgarbe wurde früher in manchen nordischen Gegenden an Stelle von Hopfen zur Bierbereitung verwendet. Der Gehalt an Bitterstoff und Gerbstoff, Glukosid und Harz, Akonitsäure und ätherischem Öl, läßt die ausgedehnte Verwendung von Schafgarbe in der Volksheilkunde verständlich erscheinen.

Ihrzufolge übernimmt Schafgarbensaft neben Wermutsaft eine große Rolle bei Förderung der Verdauung, zur Behebung von Magenschmerzen und krampfartigen Darmschmerzen, von Blähungen und Magen-Darm-Katarrhen. Dabei kommt noch eine zusammenziehende und blutstillende Wirkung hinzu, die zur Heilung von Wunden der Lungenschleimhaut bei Bluthusten oder Blutspeien, aber auch zur Beseitigung von Hämorrhoiden in der Volksmedizin bedeutungsvoll ist.

Die gefäßstärkende Wirkung äußert sich auch bei Blasenschwäche.

Ein Blick auf die Analysentafel des Krautes zeigt in der Tat neben dem Gehalt an Kali und Kalk eine beträchtliche Menge von Kieselsäure, die in der Pflanze zu einem Teil in löslicher und aufnehmbarer Form wirksam ist. Im Zusammenhang mit der altbekannten blutreinigenden Wirkung wurde von den Kneippärzten insbesondere auch noch der Einfluss der Schafgarbe auf den Blutkreislauf festgestellt. Nach ihnen äußert sich diese Wirkung auf das Blutgefäßsystem in einer Erleichterung der Herzarbeit; dadurch lassen sich naturgemäß allerlei Beschwerden beheben, wie Herzklopfen, beschleunigter Puls, krampfartige vom Herzen ausgehende Schmerzen, Rückstauung des Venenblutes vom Herzen, Blutandrang und Schwindel im Kopf.



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