Die Preiselbeere als Hausmittel





Dr. W. Büchner, der eine eigene Schrift über die Preißelbeere herausgegeben hat, sagt über die Wirkung und Anwendung derselben u. a. folgendes: Da die Beeren und der aus ihnen bereitete Stoff zusammenziehende Eigenschaften in hohem Grade besitzen, so daß man auf den Genuß derselben eine augenblicklich belebende Wirkung und vermehrten Appetit verspürt, so stehen sie nicht nur in großem Ruf als diätetisches Mittel gegen Schleim- und Wechselfieber, sondern sind auch als solches gegen die epidemische Brechruhr in neuester Zeit empfohlen worden.

Ich rate deshalb denjenigen Personen, die an Orten leben müssen, wo Cholera, Schleim- und Wechselfieber herrschen, täglich ein oder mehrere Male eine kleine Portion Preißelbeeren zu genießen und sich statt des grünen Salats als Zuspeise des Preißelbeermuses zu bedienen. Der verlorene und geschwächte Appetit wird dadurch wieder hergestellt und die Urinabsonderung befördert, während zu häufige und starke Darmausleerungen angehalten werden.

Allen denjenigen Individuen, welche an einer Verstimmung des Nervensystems leiden, auf welche jede Witterungsveränderung einwirkt, so wie jenen, deren Verdauung infolge von Ausschweifungen im Essen und Trinken oder geistiger Aufregungen darniederliegt, sind die Preißelbeeren zur Zeit, wo seuchenartige Krankheiten regieren, in ihren verschiedenen Zurichtungen nicht genug zu empfehlen.
 



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