Bärentraubenblättertee





Die Bärentraube, arbutus uvae ursi, ein immergrünes Pflänzchen, das wild auf sandigem und kalkigem Boden vorkommt, auch in den alpen. Es ist außerordentlich tanninhaltig, enthält zwei Bitterstoffe und Urson und endlich auch Gallussäure. Der Tee ist von stark zusammenziehender Wirkung, daher bei Blasenkatarrh von nützlicher Wirkung.

In Deutschland steht die Bärentraube unter gesetzlichem Schutz. Daher ist eine Saftherstellung nicht möglich. Da wir auf dieses Heilgewächs nicht verzichten können, so gelangen nur trockene Bärentraubenblätter zur Verwendung. Der daraus bereitete Tee wirkt auf die Nierentätigkeit, ohne jedoch die Harnsäureausscheidung zu erhöhen. Der hohe Gerbstoffgehalt verleiht dem Tee zusammenziehende Eigenschaft, die sich auf die Gefäße der Blasenschleimhaut günstig auswirkt.

Das Hauptanwendungsgebiet der Bärentraube sind chronische Entzündungen der Nieren und des Nierenbeckens, weiterhin akute Entzündungen der Blase, besonders wenn diese Entzündungen mit einer Harnzersetzung (alkoalischem Urin) verbunden sind.

Endlich kommen noch chronische Katarrhe der Blase und des Nierenbeckens in Frage und zwar auch wieder, wenn infolge Eiterbildung eine Harnzersetzung eingeleitet worden ist.

Unsere heutige Kenntnisse von den Inhaltsstoffen der Pflanze läßt uns ihre Wirkungen verstehen. Das in ihr enthaltene Arbutin erleidet sowohl durch gewisse Fermente als auch durch den Alkaligehalt des Harns eine Spaltung in Glykole und Hydrochinon, welch letzteres als starkes Desinfektionsmittel der Harnwege wirkt und auch die Braunfärbung des Harns nach dem Teegenuss bedingt.



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