20. Februar 2026
Impfungen und das Darmmikrobiom

Impfungen und das Darmmikrobiom

Impfungen und das Darmmikrobiom werden in der Forschung zunehmend gemeinsam betrachtet, weil ein großer Teil des Immunsystems im Darm sitzt. Weniger bekannt ist, welche Rolle die Darmflora dabei tatsächlich spielt. Dieser Artikel zeigt, was man über den Zusammenhang zwischen Impfungen und Darmmikrobiom weiß – und wo die Grenzen dieses Wissens liegen.

Warum der Darm beim Thema Impfen überhaupt eine Rolle spielt

Der Darm ist nicht nur für die Verdauung zuständig. Ein großer Teil des Immunsystems befindet sich dort, eng verbunden mit den Bakterien, die unseren Darm besiedeln. Dieses Zusammenspiel wird als Darmmikrobiom bezeichnet.

Wenn das Immunsystem aktiviert wird – etwa durch eine Impfung –, betrifft das nicht nur den Einstich im Arm. Die Immunreaktion läuft im ganzen Körper ab. Dass dabei auch Prozesse im Darm beteiligt sind, ist nachvollziehbar und gut belegt.

Dass das Darmmikrobiom Einfluss auf Immunreaktionen haben kann, wird auch in wissenschaftlichen Übersichtsarbeiten beschrieben, etwa im Review Gut microbiota as a regulator of vaccine efficacy des National Institutes of Health.

Beeinflussen Impfungen das Darmmikrobiom?

Die kurze Antwort: Es kann zu Veränderungen kommen, sie sind in der Regel aber vorübergehend. Untersucht wurde dieser Zusammenhang bisher nur begrenzt. Einige Studien zeigen, dass eine Aktivierung des Immunsystems kurzfristig Einfluss auf das Gleichgewicht der Darmbakterien haben kann. Diese Veränderungen gelten jedoch als mild und zeitlich begrenzt.

Wichtig dabei: Es gibt keine Hinweise darauf, dass Impfungen das Darmmikrobiom dauerhaft schädigen.

Impfungen und das Darmmikrobiom – was darüber bekannt ist

Forschung zum Darmmikrobiom zeigt generell, dass eine vielfältige Darmflora mit einem gut funktionierenden Immunsystem zusammenhängt. Das gilt nicht speziell für Impfungen, sondern für Immunprozesse insgesamt.

In einzelnen Untersuchungen wurde beobachtet, dass Menschen mit einem stabilen Mikrobiom auf bestimmte Impfstoffe messbar reagieren. Diese Ergebnisse werden weiter erforscht, sind aber kein Maßstab für den Einzelnen und kein Grund, Impfungen anders zu bewerten oder zu planen.

Medikamente rund um Impfungen

Nach Impfungen greifen manche Menschen zu Schmerz- oder Fiebermitteln. Bekannt ist, dass bestimmte Medikamente – unabhängig von Impfungen – Einfluss auf das Darmmikrobiom haben können.

In der Forschung wird deshalb eher diskutiert, welchen Effekt Medikamente auf den Darm haben, nicht die Impfung selbst. Auch hier gilt: Die Effekte gelten überwiegend als vorübergehend.

Was man aus diesen Zusammenhängen ableiten kann – und was nicht

Aus dem bisherigen Wissensstand lässt sich Folgendes sagen:

  • Impfungen greifen nicht gezielt in das Darmmikrobiom ein
  • mögliche Veränderungen sind meist kurzzeitig
  • ein funktionierendes Immunsystem hängt generell mit der Darmgesundheit zusammen

Was sich nicht daraus ableiten lässt:

  • dass Impfungen „optimiert“ werden müssten
  • dass man sich speziell auf Impfungen vorbereiten sollte
  • dass das Mikrobiom über Erfolg oder Misserfolg einer Impfung entscheidet

Wer sich generell mit Darmgesundheit beschäftigt, stößt dabei auch auf die Rolle von pflanzlichem Eiweiß. Dazu passt der Beitrag Pflanzliche Eiweißquellen und Darmgesundheit – Ackerbohne, Erbse, Lupine und Soja, der diesen Zusammenhang näher beleuchtet.

Fazit

Der Zusammenhang zwischen Impfungen und dem Darmmikrobiom ist ein Forschungsfeld, das noch nicht abgeschlossen ist. Klar ist: Impfungen aktivieren das Immunsystem, und der Darm ist ein zentraler Teil davon. Die bisher bekannten Effekte auf das Mikrobiom gelten als mild und vorübergehend.

Wer sich für Darmgesundheit interessiert, kann Impfungen und das Darmmikrobiom als Teil eines größeren Zusammenhangs betrachten – ohne daraus praktische Maßnahmen oder Bewertungen von Impfungen abzuleiten.

Impfungen und das Darmmikrobiom

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