Neben Energiebilanz und Darmflora gibt es noch weitere Gründe, die zu Übergewicht führen. Veranlagung, Krankheiten und Medikamente sowie psychische Probleme können es erschweren, Gewicht zu reduzieren oder das Normalgewicht zu halten.
Genetische Veranlagung
Zwischen 40 und 70 % des Risikos, an Fettleibigkeit zu erkranken, sind genetisch vererbbar. Dabei meinen unsere Gene es eigentlich gut mit uns: Nur wenn der Körper früher Reserven anlegen konnte, konnte der Mensch Hungerzeiten überleben. In den Zeiten des Überflusses, in denen wir derzeit leben, führt dies jedoch dazu, dass viele Menschen Probleme mit Übergewicht haben. Inzwischen konnten über 30 Genregionen identifiziert werden, die Übergewicht begünstigen. Ob Menschen überschüssiges Fett eher am Bauch oder am Hintern speichern, wird ebenfalls von den Genen bestimmt. Doch auch wenn die Gene ihren Beitrag leisten: Vor allem die Lebensweise entscheidet über das Gewicht.
Krankheiten und Medikamente
Zahlreiche Krankheiten wirken sich auch auf die Hormonproduktion und somit auf den Stoffwechsel aus.
Eine der häufigsten Stoffwechselveränderungen ist die Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), bei der die Schilddrüse nicht genügend Trijodthyronine produziert. Das verlangsamt den Stoffwechsel mit Übergewicht als Folge.
Beim Adrenogenitalen Syndrom (AGS) sind die Nebennieren betroffen und produzieren weniger Hormone. Unter anderem ist Kortisol davon betroffen, dass die Verwertung des Blutzuckers reguliert.
Zahlreiche Medikamente können Übergewicht begünstigen, was vor allem dann kritisch ist, wenn sie regelmäßig eingenommen werden müssen. Die Einnahme von Betablockern, Steroiden, Antidepressiva, Diuretika, Neuroleptika und Antihistaminika sollte deswegen gegebenenfalls mit einer Ernährungsumstellung einhergehen.
Psychische Fallen
Viele Eltern nutzen Süßigkeiten, um ihre Kinder zu belohnen oder zu trösten. Diese verknüpfen Essen dann mit positiven Emotionen und greifen in Zeiten, in denen es ihnen nicht gut geht zu fettigen oder süßen Lebensmitteln.
Häufig sind hiermit auch Heißhungerattacken verknüpft, die von falschen Diäten zusätzlich verstärkt werden. Sie sind häufig gefolgt von Schuld- und Minderwertigkeitsgefühlen, die erneut das Bedürfnis nach Trost und Belohnung wecken.
Besonders kritisch ist dieses Verhalten, wenn Übergewicht das Grund für die Unzufriedenheit ist, da dann ein Kreislauf entsteht, aus dem Betroffene nur schwer ausbrechen können.
Im schlimmsten Fall führt dies zu der Essstörung Binge Eating, die sich in Essanfällen äußert. Sie ist zwar in der Regel nicht der alleinige Grund für Übergewicht ist, verstärkt es jedoch.
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