Viele Ängste sind also unberechtigt. Dennoch stellen sich für sehr viele Spender auch religiöse Fragen, die je nach Glaubensrichtung unterschiedlich beantwortet werden müssen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, die jeweiligen Schriften selbst zu studieren, um diese Frage nach dem eigenen Glauben beantworten zu können.
Die größeren evangelischen und katholischen Kirchen sind jedoch der Meinung, dass Organspende ein Akt der Nächstenliebe ist. Auch im Islam wird Organspende teilweise als gute Tat betrachtet, in den meisten Fällen jedoch nur innerhalb der Familie und nicht, wenn Andersgläubige die Organe erhalten. Der Zentralrat der Muslime empfiehlt die Spende jedoch ausdrücklich. Im Judentum werden Organentnahmen erst ab dem Punkt gestattet, der für Juden als Tod gilt, also wenn das Herz aufhört zu schlagen. In diesem Fall sind allerdings immer noch Hornhauttransplantationen möglich. Im Buddhismus und Hinduismus wird dieses Thema kontrovers diskutiert. Gläubige tun also gut daran, sich mit der Meinung ihrer eigenen Kirche genau auseinanderzusetzen.
Natürlich gibt es auch außerhalb der Religion moralische und ethische Regeln und Vorstellungen. Grundsätzlich sollte sich jeder Mensch die Frage stellen, was ihm seine eigenen Organe nützen, wenn er tot ist.
Gerade in Deutschland herrscht ein sehr großer Mangel an Organen. Ein Problem dabei ist die Einstellung der Menschen. Während es in anderen Ländern wie Österreich eher als egoistisch angesehen wird, kein Organspender zu sein, halten Deutsche es immer noch für außergewöhnlich altruistisch, wenn jemand mit den Organen, die er selbst nicht mehr nutzen kann, Leben rettet. Jeden Tag sterben in Deutschland drei deutsche Patienten, denen eine Organspende das Leben gerettet hätte. Es sollte also jeder überlegen, ob er tatsächlich mit allen Organen beerdigt zu werden für sinnvoller hält als die Rettung anderer Menschenleben.
Jeder Organspender spendet übrigens durchschnittlich ungefähr 3,5 Organe – Das sind 3,5 gerettete oder wieder lebenswerte Menschenleben.
Werbehinweis
Diese Anleitung enthält Affiliate-Links. Wenn du über einen solchen Link etwas kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Außerdem nehmen wir am Partnerprogramm von Creative Fabrica teil.
Inhalte dieser Website werden teilweise mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt oder überarbeitet. Alle Inhalte werden vor der Veröffentlichung sorgfältig geprüft, redaktionell bearbeitet und verantwortet.
Rechtlicher Hinweis
Die Inhalte auf gesundheitsfrau.de dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Beratung. Sie können und sollen keine Diagnose, Behandlung oder individuelle Empfehlung durch medizinisches Fachpersonal ersetzen. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an eine Ärztin, einen Arzt, eine Heilpraktikerin oder eine Apotheke deines Vertrauens.
Hinweis zu Heilkräutern
Auch natürliche Heilpflanzen können Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit Medikamenten haben. Bitte informiere dich vor der Anwendung sorgfältig oder frage ärztliches oder pharmazeutisches Fachpersonal.