Mexico besteuert ab Anfang nächsten Jahres alle Lebensmittel, die je 100 Gramm mehr als 275 Kilokalorien haben mit einem Aufschlag, der ungefähr die Hälfte der Mehrwertsteuer beträgt. Auch in Deutschland gibt es seit Längerem eine Diskussion darüber, ob eine derartige Steuer eingeführt werden soll. Zuletzt wurde sie erneut von CDU-Politiker Erwin Rüddel und Edgar Franke von der SPD befeuert.
Gegenargumente
Grundsätzlich ernähren sich wohlhabende Deutsche gesünder und vielseitiger als ärmere. So werden Softdrinks beispielsweise in unteren sozialen Schichten drei Mal häufiger konsumiert. Sie greifen auch häufiger zu Süßwaren und Chips, wenn auch nicht so eindeutig öfter wie bei den Limonaden. Das Problem ist hier in der Regel ein mangelndes Wissen über eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Eine Steuer löst dieses Problem nicht.
Eine Steuer auf kalorienreiche Lebensmittel zu erheben, ist nicht gleichbedeutend damit, eine Steuer auf ungesunde Lebensmittel zu erheben. Nüsse, Käse und auch viele Wurstsorten sind Teil einer gesunden Ernährung. Sie zu besteuern hieße, gerade ärmeren Menschen eine ausgewogene Ernährung zu erschweren.
In Dänemark wurde 2011 als erstes Land der Welt eine Fettsteuer eingeführt – und bereits nach einem Jahr wieder abgeschafft. Grund dafür war nicht nur der immense Verwaltungsaufwand, sondern auch, dass die Steuer keinerlei Auswirkung auf die Ernährung der dänischen Bevölkerung hatte.
Menschen, die sich gesund ernähren und Sport treiben, würden von dieser Steuer „bestraft“ werden, wenn sie sich bewusst „ungesunde“ Lebensmittel gönnen.
Die Steuer würde ein wesentliches Problem bei Übergewicht nicht erfassen, nämlich die mangelnde Bewegung. Da sie zu einer gesunden Lebensweise dazugehört, wäre nur ein Teilproblem durch die Steuer erfasst – vorausgesetzt, sie wirkt überhaupt.
Alternativer Lösungsvorschlag:
Da Bildung und gerade Wissen über eine gesunde Ernährung maßgeblich daran beteiligt ist, ob Menschen übergewichtig sind oder nicht, wäre eine bessere Informationslage ein geeigneterer Weg. Hierzu gehören beispielsweise die sogenannten Nährwertampeln, die ihren Weg auf Verpackungen finden könnten. Ergänzt werden sollte dies durch gezielte Förderung sportlicher Aktivitäten.
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